Verkaufsregale in einem modernen Einzelhandelsgeschäft

Retail-Media-Netzwerke der großen Händler sind in Fachgesprächen kaum noch wegzudenken. Für Markenartikler bedeutet das vor allem eines: Ein Teil der klassischen Mediabudgets wandert an Plätze, die früher dem Handel allein gehörten – Displays in Apps, Sponsored Products, Screens an der Kasse.

Was sich konkret verschiebt

Wer bisher vor allem auf Fernsehen, Out-of-Home und reichweitenstarke Digitalplätze gesetzt hat, trifft auf neue Verhandlungspartner. Die Händler verkaufen nicht nur Regalplatz, sondern Aufmerksamkeit in den eigenen Apps, Shops und Filialen. Das verändert Briefings an Agenturen: Neben Zielgruppen und Kreation braucht es Klarheit, welche Sortimente und Filialtypen überhaupt bespielbar sind.

Offene Fragen für Marketingleitungen

Drei Punkte tauchen in unseren Briefings immer wieder auf. Erstens die Messbarkeit: Welche Abverkäufe lassen sich glaubwürdig dem Retail-Media-Impuls zuordnen? Zweitens die Kreativrichtlinien der Händler, die oft enger sind als bei klassischen Publishern. Drittens die interne Zuständigkeit – Media, Category oder Trade Marketing?

Was sich nicht ändert

Marken brauchen weiterhin eine klare Positionierung und konsistente Botschaften. Retail Media ersetzt keine Markenkampagne; es ergänzt sie am Ort der Entscheidung. Wer das Format als reinen Performance-Kanal behandelt, unterschätzt den Einfluss auf Markenbild und Sortimentswahrnehmung.

Wer vor einer Budgetrunde steht, findet in unserem Themen-Dossier eine vertiefte Quellenlage zu Akteuren und offenen Streitpunkten.

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